Ein Aufruf – Zwei Veranstaltungen

10. April 2021: Leipzig – Zeitz – Altenburg – Borna – Leipzig

11./12. September 2021: Leipzig – Halle – Jena – Zeitz – Leipzig

Die Radsportgruppe des „Roter Stern Leipzig 99 e.V.“ lädt auch 2021 zu zwei weiteren Fahrraddemonstration mit Radsportcharakter unter dem Motto „Verantwortung erfahren –  GEMEINSAM GEGEN NAZIS“ ein.

„Verantwortung erfahren“ heißt für uns: Aus der Geschichte lernen. Aktivitäten rechtsextremer Zusammenschlüsse, Rechtsrockkonzerte, Überfälle auf Unterkünfte Geflüchteter und Übergriffe auf Andersdenkende in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind alarmierend. Erinnert sei hier an die bekanntesten fremdenfeindlichen Konzertorte, Terroristenvereinigungen, Ausschreitungen von Hoyerswerda, Freital, Erfurt, Chemnitz oder den Anschlag in Halle an der Saale. Zusammenschlüsse wie die Skinheads Sächsische Schweiz, Gruppe Freital, Sturm 34 oder Konzertorte Themar, Kloser Veßra, Ostritz stehen exemplarisch für Aktivitäten der letzten 30 Jahre.

Bis heute werden von Teilen der Gesellschaft, der Politik, Behörden und Verwaltungen rechtsextreme Gesinnungen ignoriert, verharmlost und toleriert. Durch gut organisierte Strukturen und Netzwerke in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen konnten die Mord- und Gewalttaten des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) jahrelang unbehelligt agieren. Eine lückenlose Aufklärung gibt es bis heute nicht. Statt aufzuklären, wurden Akten vernichtet, Akten gesperrt oder Zeugen die Aussage verweigert.

Wahlerfolge zu Bundes- Landtags- und Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen durch rechtsextreme Parteien und Organisationen sind beunruhigend. Wahlergebnisse der Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu den Landtagswahlen zeigen, wie verwurzelt die rechte Szene in den drei Bundesländern seit Jahren ist und sich am rechten Rand der Gesellschaft formiert.

Zum Selbstverständnis der Radsportgruppe des Roten Stern Leipzig gehört ein friedliches und tolerantes Miteinander, frei von Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie.

Mit unserer Fahrraddemonstration positionieren wir uns gegen Nazipropaganda, rassistische und antisemitische Hetze, sowie gegen jede Form menschenverachtender und sexistischer Politik. Die Orte, durch die wir fahren werden, stehen exemplarisch für rechtsextreme Aktivitäten und Strukturen, aber ebenso für den Widerstand dagegen. Unsere Fahrt soll deshalb auch unsere Unterstützung und Solidarität mit den lokalen Initiativen zeigen, die sich der täglichen Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Ausgrenzung stellen.

Leipzig, den 3. Februar 2021

Spendenkonto:

Friedenszentrum

DE 40 8609 5604 0307 6045 07 

Verwendungszweck: RSL Verantwortung erfahren 2021

Eine Spendenquittung wird gerne ausgestellt.

Schirmherr der Veranstaltungen

Petra Rossner – ehemalige deutsche Meisterin und Olympiasiegerin im Straßen und Bahnradsport

Unterstützerinnen

Aiman A. Mazyek – Vorsitzender des Zentralrates der Muslime (ZMD) 

Dr. Adam Bednarsky, DIE LINKE Sachsen, Leipziger Stadtrat, Roter Stern Leipzig ´99 e.V.

Roter Stern Halle

Roter Stern Altenburg

MdB Sören Pellmann, DIE LINKE Sachsen, Leipziger Stadtrat Fraktionsvorsitzender

MdB Monika Lazar, Bündnis 90 die Grünen Sachsen, Leipziger Stadtrat

MdB Daniela Kolbe, SPD Sachsen

Christopher Zenker, SPD Sachsen, Leipziger Stadtrat Fraktionsvorsitzender

MdB Andre Hahn, DIE LINKE Sachsen

Lothar König, Pfarrer – JG Mitte Jena

Jens Kretzschmar, Die Linke Sachsen, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Wurzen, Kreisrat im Landkreis Leipzig, Vorsitzender DIE LINKE Westsachsen

MdL Rico Gebhart, DIE LINKE Sachsen, Fraktionsvorsitzender Sachsen

MdL Christin Melchner, Bündnis 90 die Grünen Sachsen

MdB Dr. Petra Sitte, DIE LINKE Sachsen Anhalt

Marius Wittwer, Mitglied des Jugendparlaments der Stadt Leipzig

Fabian Wolff, Vorsitzender Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft „GEW Bezirksverband Leipzig“/ Deutscher Gewerkschaftsbund „DGB Stadtverband Leipzig“

Linksfraktion im Sächsischen Landtag

MdL Katharina König-Preuss, DIE LINKE Thüringen

MdL Steffen Dittes, DIE LINKE Thüringen, Fraktionsvorsitzender Thüringen

MdL Ralf Plötner, DIE LINKE Thüringen

MdL Laura Wahl, Bündnis 90 die Grünen Thüringen

KV DIE LINKE Altenburger Land

KV DIE LINKE Burgenlandkreis

Horste Heller, DIE LINKE Sachsen Anhalt, Zeitzer Stadtrat Fraktionsvorsitzender und zweiter Vorsitzender im Kreistag Burgenlandkreis

Chris Junk und Ilona Jurk, Sprecherinnen Bündnis 90/ die Grünen im Altenburger Land

CSD Altenburg

JG Mitte Jena

SUPPORT – FÜR BETROFFENE RECHTER GEWALT

RAA SACHSEN e.V. 

Bon Courage e.V. – Borna

Netzwerk Demokratische Kultur e.V. (NDK Wurzen)

Treibhaus Döbeln

Chronik LE

akubitz Pirna

Geschichtsverein Altenburg

VVN-BdA Landesverband Thüringen

VVN-BdA Leipzig

VVN-BdA Landesverband Sachsen

Dr. Margarete Blank Gedenkstätte Panitzsch e. V. 

Erich Zeigner Haus e.V. Stadt Leipzig

Geschäftsführer Henry Lewkowitz

Friedenszentrum e.V.

Deutsche Friedensgesellschaft, DFG / VK Landesverband OST

Kulturdesign e.V. – Rock am Kuhteich – Borna

Vereinigte Linke – Basisgruppe Leipzig

VL Ludwigstraße, Saale-Crew 141

CAT Kurierkollektov Halle 

FCSP Fanclub Saalepiraten (Halle / Leipzig / Dessau)

„Verantwortung erfahren“ Fahrraddemonstration Leipzig – Wurzen – Pirna – Döbeln – Leipzig

Die Radsportgruppe des Sport- und Kulturvereins Roter Stern Leipzig lädt zu einer weiteren Fahrraddemonstration mit Radsportcharakter unter dem Motto „Verantwortung erfahren“ -Gemeinsam gegen Nazis vom 19. bis 20. September 2020 ein.

Am dritten Septemberwochenende werden wir am Sonnabend von Leipzig über Wurzen, Meißen, Dresden und Heidenau nach Pirna fahren und am Sonntag von Pirna über Dresden, Nossen, Döbeln und zurück nach Leipzig fahren. (Bitte die allgemeinen Informationen beachten) – Die Fahrraddemonstration ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation auf eine begrenzte Anzahl von Teilnehmenden ausgelegt und es bedarf einer vorherigen Anmeldung per E-Mail beim Veranstalter radsport@rotersternleipzig.de

Der Freistaat Sachsen gilt als eine Hochburg des Rechtsextremismus und Rechtspopulismus mit herausragenden Wahlergebnissen von Rechtsaußenparteien, ausgeprägten fremdenfeindlichen Gewaltszenen und regem rechten Straßenprotest die weit ins bürgerliche Streckturm reicht.

Durch die gut vernetzten Aktivitäten rechtsextremer Zusammenschlüsse, kommt es in den letzten Jahren regelmäßig zu Rechtsrockkonzerte, Überfälle und Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und Übergriffe auf Andersdenkende. Erinnert sei hier an die fremdenfeindlichen Pogrome von Hoyerswerda 1991, die Ausschreitungen in Mügeln, Heidenau, Bautzen, Wurzen, Freital oder Chemnitz.

Ignoriert und verharmlost von einem Teil der Politik, der Behörden und der Zivilgesellschaft konnten in Sachsen gut organisierte rechtsextreme Strukturen aufgebaut werden, die z.B. die Mord- und Gewalttaten des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) unterstützten und dabei halfen, dass der NSU jahrelang unbehelligt in Sachsen untertauchen konnte.

Wahlerfolge der Nationaldemokratischen Partei (NPD) zu den Landtagswahlen in Sachsen in den Jahren 2004 bis 2014 aber auch die Wahlergebnisse der Partei Alternative für Deutschland (AfD) z.B. zu den Bürgermeisterwahlen in Görlitz, bei Landtags- und Bundestagswahlen zeigen einen deutlichen Trend in einigen Regionen nach rechts.

Zum Selbstverständnis der Radsportgruppe des Roten Stern Leipzig gehört ein friedliches und tolerantes Miteinander, frei von Rassismus, Nationalismus und Homophobie.

Mit unserer Fahrraddemonstration positionieren wir uns gegen Nazipropaganda, rassistische und antisemitische Hetze, sowie gegen jede Form menschenverachtender und sexistischer Politik. Die Orte, durch die wir fahren werden, stehen exemplarisch für rechtsextreme Aktivitäten und Strukturen, aber ebenso für den Widerstand dagegen. Unsere Fahrt soll deshalb auch unsere Unterstützung und Solidarität mit den lokalen Initiativen zeigen, die sich der täglichen Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung stellen.

Leipzig, den 1. September 2020

Spendenkonto:

Friedenszentrum e.V.
DE 40 8609 5604 0307 6045 07
Verwendungszweck: RSL Pirnafahrt 2020

Schirmherrin der Veranstaltung: 

Petra Rossner – ehemalige deutsche Meisterin und Olympiasiegerin im Straßen und Bahnradsport

Unterzeichner:

Dr. Adam Bednarsky, DIE LINKE Leipzig, Leipziger Stadtrat, Roter Stern Leipzig ´99 e.V.

MdB Sören Pellmann, DIE LINKE

MdB Andre Hahn, DIE LINKE

Rico Gebhart – Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Sachsen

Jens Kretzschmar – Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Wurzen, Kreisrat im Landkreis Leipzig, Vorsitzender DIE LINKE Westsachsen

MdB Katja Kipping – Bundesvorsitzende DIE LINKE

DIE LINKE / Ortsverband Sächsische Schweiz / Ost Erzgebirge

Norman Volger, Landesvorstandssprecher BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Sachsen

MdB Monika Lazar, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

MdL Christin Melcher, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Sachsen

MdL Valentin Lippmann, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Sachsen

MdB Daniela Kolbe, SPD

Christopher Zenker, SPD Leipzig, Stadtrat Fraktionsvorsitzender

Netzwerk Demokratische Kultur (NDK) – Stadt Wurzen

Treibhaus e.V. Stadt Döbeln

Bon Courage e.V. Stadt Borna

Henry Lewkowitz
Geschäftsführer des Erich – Zeigner – Haus e.V. – Stadt Leipzig

Klaudia Naceur – Sitz – Stadt Leipzig, Vorsitzende des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e. V. 

Sitz – Stadt Leipzig, Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e. V.

Landesverband Sachsen, Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e. V. 

Gedenkstätte Margarete Blank Gemeinde Panitzsch

Telegraf – Zeitung der linken DDR Opposition

Friedenszentrum e.V.

VL Gruppe Leipzig 

Deutsche Friedensgesellschaft / DFG/VK Landesverband OST

FC St. Pauli – Fanclub Saalepiraten Halle / Leipzig / Dessau

Kulturdesign e.V. – Rock am Kuhteich

RAA Sachsen – Support Leipzig FÜR BETROFFENE RECHTER GEWALT

AkuBIZ – Stadt Pirna

Ausfahrten

Liebe Radsportfreund*innen,

Auch wenn die Zahl der Corona-Erkrankungen weiterhin niedrig bleibt und Einschränkungen immer weiter gelockert werden, setzen wir auf Verantwotung. Wir bieten wieder gemeinsame Ausfahrten für alle Interessierten an. Dabei wollen wir die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich halten und im Zweifel Kontakte nachvollziehbar machen.

Da es auf dem Bürgersteig vor dem Fischladen immer etwas eng ist und es den Fußgänger*innen nur schwer möglich ist, 1,50m Abstand zu halten verlegen wir den Treffpunkt ab sofort in die Teichstrasse vor das Stern-Gelände.

Weiterhin bitten wir alle Mitfahrerinnen auf folgend eHygieneregeln zu achten:
* nur ohne Symptome fahren
* in den Pausen/am Start 1,5m Abstand oder gern einen Mund/Nasenschutz nutzen
* Empfehlung; kleine Desinfektionsflaschen mitführen
* Niesetikette einhalten
* kein Kutscherpfiff, zum Naseputzen zurückfallen lassen
* nicht Spucken – auch wenn es schwerfällt 😉

Wenn ihr keine Mitglieder der Radsportgruppe seid, bitten wir euch unsere Kontaktverfolgung zu nutzen. Unter gesundheit@radsportleipzig.de könnt ihr euch ab sofoert mit dem Betreff Kontaktverfolgung und Datum der Ausfahrt  + optional Telefonnummer registrieren. Wir heben die Daten 1 Monat auf, um euch ggf. kontaktieren zu können. Bitte schreibt für jede Ausfahrt eine neue Mail.

Wir freuen uns auf die Ausfahrten mit euch 🙂

Absage der Veranstaltung „Verantwortung erfahren 2020“

Roter Stern Leipzig
Sektion Radsport
Wolfgang-Heinze-Straße 22
04227 Leipzig

E-Mail: radsport@rotersternleipzig.de
Webseite: /
Twitter: https://twitter.com/achtfach
Facebook: https://www.facebook.com/rslradsportgruppe

Leipzig, den 29. März 2020

Pressemitteilung

Absage der Veranstaltung – Verantwortung erfahren 2020 – wir müssen den Opfern gedenken, aufklären und rechten Terror verhindern

die letzten Wochen waren für uns als Organisationsteam der Demonstration mit Radsportcharakter  „Verantwortung erfahren 2020“ die wohl emotionalsten, nervenzehrendsten und angespanntesten der letzten 3 Jahre. 

Wir müssen die für uns die der Situation angemessene Entscheidung verkünden: 

Für die Demonstration mit Radsportcharakter unter dem Motto: „Verantwortung erfahren“ – gemeinsam gegen alte und neue Nazis vom 25. bis 26. April 2020 haben sich bis zum heutigem Tag weit über 60 Teilnehmende unter anderem aus Berlin, Hamburg, Göttingen, Dresden, Altenburg, Erfurt und Leipzig angemeldet. Auf Grund der COVID-19 Pandemie muss die Veranstaltung abgesagt werden. Dies entschied am heutigem Tag das Organisationsteam der Veranstaltung. Ob es einen Ersatztermin geben wird, ist noch vollkommen offen.Auch für uns ist dies eine außergewöhnliche und noch nie dagewesene Situation. Wir als Verein Roter Stern Leipzig e.V. und die Sektion Radsport haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Nach der Absage unserer Veranstaltung und den damit verbundenen Konsequenzen werden wir uns in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen in der Radsportgruppe abstimmen müssen.

Auf so manche Frage wird es nicht gleich eine Antwort geben.

Eins ist sicher, diese Pandemie trifft viele und wir wollen solidarisch mit denen sein, die uns nicht nur an der Vorbereitung der Veranstaltung unterstützt haben. Unkostenbeiträge, die von Teilnehmenden nicht abgefordert werden, wollen wir an unterschiedliche Projekte z.B. Junge Gemeinde Jena oder an die Seebrücke spenden. Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung aus der Zivilbevölkerung. Diese fordert sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von geflüchteten Menschen. 

Auch politisch werden wir als Sektion Radsportgruppe beim Roten Stern Leipzig 99 e.V. weiterhin nicht die Augen verschließen. An den EU Außengrenzen verharren noch immer tausende Menschen bei Kälte und Minusgraden unter menschenunwürdigen Bedingungen. Da stellt sich immer mehr die Frage nach der Menschlichkeit der EU sowie die der Bundesregierung. Gerade jetzt ist es noch notwendiger die Menschen aus den Lagern in Griechenland zu holen und mit dem Nötigsten zu versorgen. Wir können uns in unseren Wohnungen vor COVID-19 schützen, die Menschen an der Grenze stehen stundenlang dicht an dicht für Wasser und Essen an. In Zeiten der COVID19 Pandemie bleibt Rassismus ein massives gesellschaftliches Problem – dieses zu benennen, darauf hinzuweisen und zu mahnen ist Aufgabe einer aktiven Zivilgesellschaft. Wir dürfen die Betroffenen & Überlebenden der mindestens 208 Todesopfer* rechter Gewalt seit dem Wendejahr 1990 sowie die 13 weitere Verdachtsfälle nicht vergessen! Wir müssen den Opfern gedenken, aufklären und rechten Terror verhindern. Lasst die Betroffenen nicht allein!


*https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/rassismus/todesopfer-rechter-gewalt/

Mit freundlichen Grüßen

Christoph WittwerSektion Radsport
Orga Team „Verantwortung erfahren 2020“

Veranstaltungshinweis

rsl & telegraph präsentiert: LINKE OPPOSITION in der DDR DER WENDEZEIT – Perspektiven und Konflikte

Podiumsdiskussion & Film
20. Februar 2020, 20 Uhr
UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Str. 12a
04277 Leipzig

Sie waren unbequem, nicht nur in der Wendezeit. Der SED-Regierung galten sie als Staatsfeinde, weil sie früh basisdemokratische Gruppen gründeten, mehr Mitbestimmung forderten und gegen das Einparteiensystem und die Überwachung durch das MfS protestierten. Der CDU von Helmut Kohl waren sie ein Dorn im Auge, da sie den Ausverkauf des Ostens nicht mittrugen. Die linken Oppositionellen waren aktiv in verschiedensten unabhängigen Gruppen und beteiligten sich an den Demonstrationen gegen die SED im Herbst 1989. Nach der Maueröffnung gingen die Akteur*innen dann gegen eine Angliederung an die Bundesrepublik auf die Straße. Ihr Ziel lautete: freiheitlicher Sozialismus in einem unabhängigen, demokratischen Staat.
Doch was war damit genau gemeint? Welche Utopien hatten sie und wie sollten diese Realität werden? Wie erlebten sie das politische Geschehen auf den Straßen vor 30 Jahren? Und wo engagierten sich die Aktivist*innen in den Jahren danach? Darüber berichten und diskutieren Zeitzeug*innen von damals. Zuvor wird das Best-of des Dokumentarfilms »Nennen wir es Revolution!? Interviews mit DDR Oppositionellen zum Herbst 1989« gezeigt.

Podiumsdiskussion mit:

Judith Braband. 1989 Mitglied der »Vereinigten Linken« und im »Unabhängigen Frauenverband«, war erste Geschäftsführerin der VL und deren Vertreterin am »Zentralen Runden Tisch«

Dietmar Wolf. Mitautor des Buchs »30 Jahre unabhängige Antifa in Ostdeutschland«, war Mitbegründer der Unabhängigen Antifa Ostberlin im April 1989

Christoph Wittwer. Aktiv in der »Vereinigten Linken« und in verschiedenen Leipziger Initiativen
… und weitere Aktivist*innen

Moderation:
Mona Seer. Sozialwissenschaftlerin: Forschungsschwerpunkt soziale Bewegungen; Gewerkschafterin

Der EINTRITT ist frei.

Eine Veranstaltung von:
Roter Stern Leipzig’99 e.V., Zeitschrift telegraph, AG Timur und sein Trupp, AFA Ost, Jungle World, und dem UT Connewitz

„Verantwortung erfahren“ Fahrraddemonstration am 25./26. April 2020

Die Radsportgruppe des „Roter Stern Leipzig 99 e.V.“ lädt zur dritten Fahrraddemonstration mit Radsportcharakter unter dem Motto „Verantwortung erfahren“ GEMEINSAM GEGEN ALTE UND NEUE NAZIS ein. 

Vom 25. bis 26. April 2020 werden wir am Sonnabend von Leipzig über Halle/Saale, Weißenfels, Naumburg nach Jena fahren und am Sonntag von Jena nach Eisenberg über Zeitz nach Leipzig zurück.

„Verantwortung erfahren“ heißt für uns: Aus der Geschichte lernen. Aktivitäten rechtsextremer Zusammenschlüsse, Rechtsrockkonzerte, Überfälle auf Unterkünfte Geflüchteter und Übergriffe auf Andersdenkende in den Bundesländern Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen sind alarmierend. Erinnert sei hier an die bekanntesten fremdenfeindlichen Konzertorte, Terroristenvereinigungen, Ausschreitungen von Hoyerswerda, Freital, Erfurt, Chemnitz oder den Anschlag in Halle an der Saale. Zusammenschlüsse wie die Skinheads Sächsische Schweiz, Gruppe Freital, Sturm 34 oder Konzertorte Themar, Kloser Veßra, Ostritz stehen exemplarisch für Aktivitäten der letzten 30 Jahre.

Bis heute werden von Teilen der Politik und Gesellschaft rechtsextreme Gesinnungen ignoriert und verharmlost. Durch gut organisierte Strukturen und Netzwerke in Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen konnten die Mord- und Gewalttaten des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) jahrelang unbehelligt agieren. Eine lückenlose Aufklärung gibt es bis heute nicht. Statt Aufzuklären, wurden Akten vernichtet, Akten gesperrt oder Zeugen die Aussage verweigert.

Wahlerfolge der Deutschen Volksunion (DVU) zu den Landtagswahlen 1998 in Sachsen Anhalt mit 12,9%, Nationaldemokratischen Partei (NPD) zu den Landtagswahlen in Sachsen im Jahr 2004 mit 9,2%, 2009 mit 5,6% und 2014 mit 4,9%, aber auch die Wahlergebnisse der Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu den Landtagswahlen zeigen, wie verwurzelt die rechte Szene in den drei Bundesländern seit Jahren ist und sich am rechtem Rand der Gesellschaft formiert. 

Zum Selbstverständnis der Radsportgruppe des Roten Stern Leipzig gehört ein friedliches und tolerantes Miteinander, frei von Rassismus, Nationalismus und Homophobie.

Mit unserer Fahrraddemonstration positionieren wir uns gegen Nazipropaganda, rassistische und antisemitische Hetze, sowie gegen jede Form menschenverachtender und sexistischer Politik. Die Orte, durch die wir fahren werden, stehen exemplarisch für rechtsextreme Aktivitäten und Strukturen, aber ebenso für den Widerstand dagegen. Unsere Fahrt soll deshalb auch unsere Unterstützung und Solidarität mit den lokalen Initiativen zeigen, die sich der täglichen Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung stellen.

Leipzig, den 09. November 2019

Spendenkonto:
Friedenszentrum
DE 40 8609 5604 0307 6045 07
Verwendungszweck: RSL Verantwortung erfahren 2020

Schirmherrin der Veranstaltung:

Petra Rossner
ehemalige deutsche Meisterin und Olympiasiegerin im Straßen und Bahnradsport

UnterstützerInnen:

Dr. Adam Bednarsky, DIE LINKE Leipzig, Leipziger Stadtrat, Roter Stern Leipzig ´99 e.V.

Norman Volger, Landesvorstandssprecher BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Sachsen

Christopher Zenker, SPD Leipzig, Stadtrat Fraktionsvorsitzender

MdB Monika Lazar, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

MdB Sören Pellmann, DIE LINKE

MdB Daniela Kolbe, SPD

MdL Katharina König-Preuss, DIE LINKE

MdL Steffen Dittes, DIE LINKE

MdL Madeleine Henfling, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

MdL Astrid Rothe-Beinlich, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

Miteinander e.V.

Henry Lewkowitz
Geschäftsführer, Erich – Zeigner – Haus e.V.

Klaudia Naceur
Vorsitzende Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e. V. – Sitz Leipzig

Elke Pudszuhn
Vorsitzende Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e. V. –
Landesverband Thüringen

Telegraf
Zeitung der linken DDR Opposition

Friedenszentrum e.V.

VL Gruppe Leipzig

Deutsche Friedensgesellschaft / DFG/VK Landesverband OST

FC St. Pauli
Fanclub Saalepiraten Halle / Leipzig / Dessau

DIE LINKE Kreisverband Burgenlandkreis

Lothar König ehemaliger Jugendpfarrer aus Jena

Rico Gebhart
Franktionsvorsitzender DIE LINKE Sachsen

Sebastian Striegel
Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Junge Gemeinde Jena

Gesine Oltmanns, Stiftung Friedliche Revolution

Jens Kretzschmar
Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Wurzen, Kreisrat im Landkreis Leipzig, Stellvertretender Vorsitzender DIE LINKE Westsachsen

IVF
Initiative für mehr geschafftliche Verantwortung im Breitensport

Pacemaker Radmarathon – Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen

Halle gegen Nazis

MdB Petra Stitte, Die LINKE

Kulturdesign e.V. Rock am Kuhteich

ATTAC Leipzig

RAA Sachsen e.V. Opferberatung Support Leipzig

Roter Stern Halle e.V.

Eine dauerhafte Perspektive des Radrennens „neuseen classics“ in Leipzig muss her

Pressemitteilung

Leipzig, den 23. Mai 2019

Wir, die Radsportgruppe beim Roten Stern Leipzig 99 e.V. als eine der größten organisierten Radsportgruppen im Breitensport der Stadt Leipzig, fordern von Seiten der  Leipziger Stadtverwaltung mehr Entgegenkommen für eine neue und attraktive Streckenführung für die „neuseen classics 2020“. Eine Streckenführung durch die Innenstadt, vorbei an historischen Orten, ins Leipziger Umland und zurück würde noch mehr Radsportbegeisterte und Teilnehmende anziehen.

Dazu hat der sportpolitische Sprecher der LINKE-Stadtratsfraktion, Dr. Adam Bednarsky, heute eine Anfrage unter dem Titel „F 08103 Perspektive des Radrennens „neuseen classics“ in Leipzig“ – Link: http://gleft.de/2VO – im Stadtrat eingereicht.

Wir werden sehen, ob die Stadtverwaltung unser Ansinnen tatkräftig unterstützen wird, so Bednarsky.

Die Sportstadt Leipzig lebt nicht nur vom Profifussball oder Handball, sondern auch von den vielen aktiven Sportlerinnen und Sportler im Breitensport speziell im Radsport.

In anderen Großstädten wie Hamburg, Frankfurt/ Main oder London finden jedes Jahr große Radsportevents statt. Die Strecken führen dabei durch die Innenstädte und die Startnummernausgabe findet teilweise im Rathaus statt.

Dies zeigt doch deutlich, dass von Seiten der Stadtverwaltung noch einiges zu tun ist, um die Attraktivität einer solchen Veranstaltung für Vereine, Teilnehmende und Sponsoren zu erhöhen und Leipzig dauerhaft als Austragungsort für ein solches Radevent zu erhalten, sagte Christoph Wittwer von der Sektion Radsport beim Roten Stern Leipzig.

Für die Radsportsektion beim Roten Stern Leipzig waren die diesjährigen „neuseen clasics“ die erfolgreichsten in der 15 jährigen Geschichte der Sektion. In den Altersklassen Junioren und Master 2 der Frauen konnten Podiumsplätze errungen werden, freute sich Dr. Adam Bednarsky über ein weiteres erfolgreiches Abschneiden von Sportlerinnen und Sportlern des Roten Stern Leipzig.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Wittwer

„Verantwortung erfahren“ 2019

Leipzig – Wurzen – Chemnitz – Borna – Leipzig

Unter diesem Motto fand dieses Jahr die Demonstartion mit Radsportcharakter der Radsportgruppe statt. Vom 13.04. bis 14.04. ging es vom Leipziger Augustusplatz zum „Nischel“ nach Chemnitz und zurück.

Hierbei wurde von den 40 tapferen Demonstranten eine Strecke von 210 Kilometern und circa 1950 Höhenmetern mit dem Fahrrad bewältigt werden.

Am Samstag ging es pünktlich um 9.00 Uhr bei Schnee und knappen drei Grad Celsius los. Das erste Ziel war Wurzen, hier fand eine Kranzniederlegung des BDA Leipzig zum Gedenken an die Todesmärsche im zweiten Weltkrieg statt. Es gab Redebeiträge von Vetretern des BDA Leipzig, des OB der Stadt Wurzen und auch Christoph Wittwer (Organisator der Demonstartion) ergriff das Wort und nutzte dies unteranderm um auf das Erstarken rechter Strukturen aufmerksam zu machen. Zusätzlich richtete er das Wort an den sächsischen Ministerpräsidenten, Herr Michael Kretschmer, bezüglich der anstehenden Landtagswahlen im September seine Aussage nicht zu vergessen. Herr Kretsachmer sagte, dass seine Partei, die CDU, kein Bündnis mit den Kräften der AFD eingehen wird.

Anschließend folgte die Demonstartion der Einladung des Netzwerkes für Demokratie e.V. . Hier konnte für die anstehenden Kilometer bei Eintopf und Grillgut wieder Kraft getankt werden.

Auf der B107 ging es dann in Richtung Chemnitz. Bei schönstem Sonnenschein und vielen Anstigen kämpfte sich Gruppe durch das „Kaltland Sachsen“. In Chemnitz angekommen, fand eine tagesabschließende Kundgebung statt und anschließend wurden die Zimmer in der Jugendherberge bezogen.

Der Abend selber wurde im AJZ Chemnitz bei veganem Gulasch, einigen Kaltgetränken und Gesprächen abgeschlossen.

Am Sonntagmorgen hieß es ab 7.30Uhr frühstücken und vorbereiten für die nun folgenden 90 Kilometer. Dieser Tag stand, zumindest wettertechnisch, unter dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

Die leicht verkleinerte Gruppe startete gestärkt  in einen kalten, windigen und vorallem nassen Tag. Das tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Motivation war konstant hoch und durch Energieriegel und abgeklebte Füßlinge konnten alle Teilnehmer, zwar kalt und nass, zur letzten Versorgungsstelle bei BonCourage e.V. in Borna  sturz- und unfallfrei erreichen. Hier konnten alle TeilnehmerInnen sich noch einmal mit Kaffee, Tee und Kuchen stärken.

Mit der Gewissheit fast am Ziel zu sein, rollte die Gruppe in Richtung Leipzig.

Wir, die Radsportgruppe des Roter Stern Leipzig ’99 e. V. Bedanken uns bei allen UnterstützerInnen und TeilnehmerInnen.

„Kein Vergeben, kein Vergessen!“